15 wissenschaftliche Theorien über Kugelblitze: Die 8. wird Ihr Verständnis revolutionieren
2. Die Mikrowellenhohlraumtheorie

Die Idee des Mikrowellenhohlraums besagt, dass Kugelblitze dadurch entstehen, dass Mikrowellen in einem kugelförmigen atmosphärischen Hohlraum eingefangen werden. Nach dieser Auffassung wird bei einem Blitzeinschlag eine starke elektromagnetische Strahlung im Mikrowellenfrequenzbereich erzeugt. Diese Strahlung kann unter bestimmten meteorologischen Bedingungen in einem natürlich vorkommenden kugelförmigen Hohlraum eingeschlossen werden, der durch Temperatur- und Feuchtigkeitsgradienten in der Luft entsteht. Die eingefangenen Mikrowellen ionisieren anschließend die Luft in dem Hohlraum und bilden einen leuchtenden Plasmaball. Befürworter dieser Idee behaupten, dass die Mikrowellenenergie das Plasma aufrechterhält, bis der Hohlraum verschwindet, und dass dies die bemerkenswerte Stabilität und Lebensdauer von Kugelblitzen erklärt. Da Mikrowellen durch Fenster und Bildschirme dringen können, erklärt diese Idee auch die Behauptung, dass Kugelblitze durch diese Oberflächen hindurchgehen. Darüber hinaus liefert sie eine Theorie für die sporadischen Behauptungen, dass Kugelblitze elektrische Interferenzen erzeugen, was mit Mikrowellenstrahlung vereinbar wäre. Kritiker dieser Idee weisen darauf hin, dass es schwierig ist zu beschreiben, wie sich eine solche perfekte kugelförmige Vertiefung in der chaotischen Umgebung eines Gewitters organisch entwickeln kann. Befürworter halten dagegen, dass Computermodelle unter bestimmten Umständen die Wahrscheinlichkeit der Entstehung solcher Hohlräume gezeigt haben. Inspiriert von der Mikrowellenhohlraumtheorie wurden Studien über mögliche Verwendungszwecke durchgeführt, darunter neue Ansätze für atmosphärische Sensor- und Kommunikationstechnologien und neue Plasmabeschränkungstechniken für Fusionsreaktoren.