Die acht seltsamsten und coolsten Blumen der Welt

1. Die Leichenblume: Das übelriechende Wunderwerk der Natur

Die wissenschaftlich als Rafflesia arnoldii bezeichnete Leichenblume ist ein Beweis für die Fähigkeit der Natur, sowohl schön als auch bizarr zu sein. Dieses erstaunliche botanische Exemplar, das in den üppigen tropischen Regenwäldern von Sumatra, Indonesien und Malaysia beheimatet ist, wurde zur berühmtesten einzelnen Blüte der Welt in der Naturgeschichte. Die Leichenblume ist wunderschön, ihre Blüten können bis zu 24 Pfund wiegen und haben einen erstaunlichen Umfang von einem Meter. Der weit verbreitete Name der Pflanze, "Leichenblume", kommt von ihrem starken Duft während der kurzen Blütezeit. Dieser Duft, der oft mit dem Geruch von verwesendem Fleisch verglichen wird, ist für den Fortpflanzungsplan der Pflanze sehr wichtig. Der üble Geruch lockt Aasfliegen und andere Insekten an, die sich in der Regel von verwesendem Material ernähren und so ungewollt zu Bestäubern der Pflanze werden. Der unregelmäßige und seltene Blühzyklus der Kadaverblume macht sie noch interessanter. Es kann bis zu 10 Jahre oder mehr dauern, bis diese Pflanzen zum ersten Mal blühen, und die folgenden Blütezeiten liegen meist mehrere Jahre auseinander. Wenn die Zeit gekommen ist, dass die Blume ihre riesigen Blütenblätter öffnet, dauert das Schauspiel nur 24 bis 36 Stunden, bevor die Blüte verwelkt und abfällt. Da diese Blütezeiten so selten sind, ist die Leichenblume sowohl für Botaniker als auch für Naturliebhaber von großem Interesse. Wenn sich eine Blüte ankündigt, ziehen botanische Gärten, in denen Rafflesia arnoldii-Arten wachsen, oft viele Menschen an, die dieses vergängliche Naturphänomen sehen und seinen berüchtigten Geruch persönlich wahrnehmen wollen. Die Leichenblume hat es in ihrer natürlichen Umgebung nicht leicht. Als parasitische Pflanze ist sie in Bezug auf Nährstoffe und Wasser völlig von ihrem Wirt - in der Regel Tetrastigma - abhängig. Viele der Orte, an denen die Leichenblume vorkommt, stufen sie aufgrund dieser spezialisierten Lebensweise in Verbindung mit dem Verlust ihres Lebensraums durch Abholzung und Klimawandel inzwischen als gefährdet ein. Wer keine Möglichkeit hat, eine Leichenblume persönlich zu sehen, kann sie mit den Augen (und der Nase) des bedeutenden Naturforschers Sir David Attenborough erleben. In der ersten Folge seiner bahnbrechenden Serie "The Green Planet", "Tropical Worlds", stößt Attenborough an den Hängen des Mount Kinabalu im malaysischen Dschungel auf eine blühende Leichenblume. Seine ausführlichen Beschreibungen und sein offensichtlicher Enthusiasmus erwecken das Wunder dieser floralen Anomalie für alle Zuschauer zum Leben. Die Leichenblume erinnert mich stark an die erstaunliche Vielfalt des Pflanzenlebens auf der Erde und an die komplizierten Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und ihrer Umgebung. Von ihrer gewaltigen Größe bis hin zu ihrem schrecklichen Geruch lenken ihre besonderen Eigenschaften die Aufmerksamkeit auf die vielen Möglichkeiten, mit denen sich Pflanzen entwickelt haben, um in anspruchsvollen Umgebungen zu überleben und sich fortzupflanzen. Während wir immer mehr über die natürliche Welt lernen und sie schätzen lernen, dienen Arten wie die Leichenblume als Beweis dafür, wie überraschend und erstaunlich die Natur immer ist.

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